Ich liebe EXTRAS beim Hausbau,

wie ein Fuchs das Salatbuffet.

Warum?

Weil ich eine besondere Gabe habe:

Wenn ich shoppen gehe, finde ich zielsicher die Angebote, die unverschämt teuer sind.

Und weil ich beim Hausbau eigentlich sparen will, meide ich Extras wo ich kann.

Aber mein Unterbewusstsein hat einen Weg gefunden mich auszutricksen.

Ich rechtfertige die Extras damit, dass Sie den Wert unseres Hauses steigern.

Naja, schau selbst, ob Du das durchgehen lassen kannst.

Text: Mario Hermann, Letzte Bearbeitung: 7.3.2022

WAS ICH UNTER SINNVOLLEN EXTRAS BEIM HAUSBAU VERSTEHE

Sinnvoll ist ein tolles Wort.

Alles und Nichts zugleich.

Letztlich entscheidet jeder selbst, was für ihn Sinn macht.

Aber zum Glück gibt es einige Grundbedürfnisse, die dazu führen, dass man sich einfach wohl fühlt.

Und genau das sind die sinnvollen Extras, in die ich gern investiere.

Das Gute daran: Sie unterliegen keiner Mode.

Sind also auch für künftige Generationen noch attraktiv.

Darf ich vorstellen?

Unsere Extras:

#1 Tageslicht lenken so wie ich es will.

Nimm Raffstores statt Rollos.

Die beweglichen Lamellen machen den Unterschied.

Damit kannst Du einfach super den Tageslichteinfall steuern.

Du kannst so viel Tageslicht in die Räume holen wie Du willst, ohne das Dein Nachbar rein schauen kann.

So wärmt die Wintersonne unsere dunklen Fliesen im Bad.

Der starke Kontrast zwischen Lamellen und Umgebung lässt Dich zwar entspannt raus schauen.

Aber Deine Nachbarn können nicht viel sehen.

Das ist cool.

Und im geschlossenen Zustand ist trotzdem schnell ein Blick in den Garten möglich.

Meine Oma würde sich dafür begeistern hinter den Raffstores unbemerkt die Nachbarn zu observieren. Ich hab Besseres zu tun.

Raffstores sind eine wirklich sinnvolle Investition, die Dir dauerhaft Freude bringt.

Die Steuerung erfolgt immer über einen Motor, der entweder analog per Schalter oder via Smart Home Technologie gesteuert wird.

Kleine Nachteile gibt es natürlich auch.

Beim Öffnen und Schließen kann es manchmal leicht quietschen. Aber nicht wirklich störend.

Außerdem können die Lamellen bei starkem Wind beschädigt werden.

Davor hatte ich ziemlichen Schiss und habe sogar überlegt eine automatische Steuerung zu kaufen. Mit Windsensor auf dem Dach und allem drum und dran. Zum Glück hab ich ir das gespart. Wir hatten mittlerweile schon 2 Stürme bei denen auf Nachbargrundstücken Bäume gefallen sind.

Und meine Raffstores waren davon völlig unbeeindruckt.

Die automatische Steuerung per Windsensor wäre bei uns eher ein Beispiel für UNSINNIGE Extras beim Hausbau.

#2 Das Highlight eines Zimmers

Lampen sind eben nicht nur reine Deko.

Wenn Du etwas Geld übrig hast, ist das eine Chance Dein Heim wirklich aufzuwerten.

Nicht selten sind Lampen das Zentrum eines Zimmers.

Und das muß gefeiert werden.

Ich hab mir für unsere Lampen schon viel zu viel Zeit genommen.

Da hängen nämlich immer noch die Zwischenlösungen…

Aber ich habe schon viele Ideen und jetzt auch fast das Material zusammen, um unsere Esstischlampe endlich zu bauen.

Du bist auch ein Lampennarr und suchst Ideen für außergewöhnliche Lampen?

Dann folge meiner Pinnwand „Es werde Licht“

Damit Lampen zum sinnvollen Extra für Dein Haus werden, müssen Sie schon eine besondere Stimmung mitbringen.

Also vergiss den Baumarkt, Ikea oder andere Schnäppchenhäuser mit Angeboten, die in Millionen Haushalten hängen.

Eine Lampe wird erst dann zu einem Extra, wenn Sie von einem guten Designer kommt.

Die bekommst Du nicht unter 1000€.

Oder Du baust Dir selbst eine.

So mein Plan.

Was daraus geworden ist, werde ich hier berichten.

#3 Die charmante Notwärmeversorgung

Unser Kaminofen ist mein Extra.

MEINE BELOHNUNG.

Dafür, dass meine Sparideen beim Hausbau so gut funktioniert haben.

Der ist nicht nur schön, sondern auch ein gutes Investment.

Denn wir haben bei unserem Hausbau ein paar Bäume gefällt. Und der Kaminofen hilft mir dabei das Holz sinnvoll zu nutzen. Für alle, dies genau wissen wollen: Die Holzreste werden verbrannt. Der Rest wird beim Innenausbau, Terrasse oder Baumhaus verbaut.

Aber den Kaminofen finde ich auch besonders sinnvoll, weil er eine kleine Versicherung ist.

Falls es mal im Winter zu einem längeren Stromausfall kommen sollte, kann ich mein Haus trotzdem warm halten.

Ja, das klingt erst mal unwahrscheinlich.

Aber eine Pandemie hatte auch Keiner auf dem Schirm.

Und Mal ehrlich: Für ein gemütliches Feuer bei ekligem Novemberwetter braucht man eigentlich keine weiteren Argumente.

Vielleicht ist der Kaminofen aber für Dich schon Standard und nicht Extra.

Dann freu Dich, dass es Dir so gut geht!

Und denk einfach GRÖSSER.

Eine Feuerstelle im Haus ist in jedem Fall ein sinnvolles Extra.

Kaminofen am Sitzfenster

#4 Lehmputz zur Entspannung

Ein Extra der besonderen Klasse.

Das wirst Du auch merken, wenn Du ein Angebot von einem Lehmbauer bekommst.

Die Krux: Für kleine Flächen wirst Du kaum einen Handwerker finden.

Da hilft nur eins: Selber bauen.

#5 Die passive Klimaanlage

Ein Luxus, der die Klimaerwärmung erträglicher macht.

Irre, wenn auf meinem Gründach 55°C angezeigt wird, hab ich lässige 24°C in meinem Haus.

Ohne weitere Klimaanlage.

Das weiß man erst zu schätzen, wenn man im Sommer schonmal in einer Dachwohnug ge[k]lebt hat.

Und dabei haben Gründächer noch mehr zu bieten.

Für alle Öko´s: Mit den richtigen Pflanzen drauf und etwas Sand kann man Wildbienen einfach Lebensraum schenken.

Für alle Feinstaubhysteriker: Der Bewuchs filtert die Luft!

Für alle Feinschmecker: Mein Gründach ist gleichzeitig Kräuterbeet. Der Hitzestress verstärkt das Aroma.

Für alle langfristigen Investoren: Ein richtiges Gründach hält ewig.

Für alle stillen Genießer: Der Schallschutz könnte kaum besser sein.

Trotzdem bleibt das Gründach ein Exot.

Warum eigentlich?

Hausbau Extra Gründach

#6 Fußboden für Barfußenthusiasten

Wir bleiben bei dauerhaften Werten.

Wenn Du einmal gesehen hast, wie richtiges Massivholzparkett verlegt wird, dann ist Dir klar:

50€ pro Quadratmeter sind ein Schnäppchen.

Das Angenehme: Echtholzparkett reflektiert Deine Wärme, wenn Du darauf läufst.

Deshalb fühlt es sich immer etwas wärmer an, als Fliesen oder Naturstein.

Außerdem ist es wesentlich robuster als Klickparkett oder Laminat.

Und es sieht einfach gemütlicher aus.

Einen Nachteil gibt´s:

Holz dunkelt nach. Wenn Deine Kinder also Pflastersteine von der Treppe fallen lassen, dann können die ausgebesserten Stellen schon mal etwas heller sein. Aber auch dafür gibt es eine Lösung. Kleinere Fehlstellen verschwinden bei möglichst lebhaft wechselnden Holzfarben. Da fallen Fehlstellen in der Fläche auch nicht so schnell auf. Und Eichenparkett kann man sogar selbst nachdunkeln.

Hausbau Extra Massivholzparkett

#7 Mineralische Fassadenfarbe für ewig

Für alle, die auch nach Ablauf der Gewährleistung noch strahlende Farben haben wollen.

Alle anderen fahren mal durch die Straßen der nächsten Stadt und achten auf Fassaden, die mit Wärmedämmverbundsystemen veredelt wurden und dann auch noch eine Siliconfarbe erhalten haben.

Überhaupt kann man nichts falsch machen, wenn man die „sinnvollen Extras“ eher auf hochwertige Materialien bezieht, als auf zusätzliche Anbauten, Erker, Türmchen und ähnliche Spielereien.

#8 Alternativen Grundriss denken

So, jetzt wird´s special.

Ich nehm mal an, Du baust Dein Haus nicht nur für die nächsten 5 Jahre.

Warum stellst Du Dir nicht jetzt schon den luxeriösen Zustand vor, dass Deine Kinder bereits das Haus verlassen haben.

Also: Was würdest Du mit dem ganzen Platz anfangen, der aktuell noch von Lego & Co. in Beschlag genommen wird?

Bei uns wird dann aus 3 Zimmern ein einziges GROSSES.

Ach, ich freu mich schon drauf.

Günstig, wenn Du künftige Lebensphasen und Deine Ansprüche schon mit in die Grundrissplanung einbeziehst.

Hier habe ich übrigens noch einen Sack voll Tipps zur Grundrissgestaltung.

Noch was:

Hausbau Extra Grundriss vordenken

#9 Gartennutzung vorbereiten

Hin und wieder kommt es vor, dass man im Garten auch ganz gern eine Steckdose hat oder Wasser. Das ist zwar KEIN GROSSES Extra, aber ein BESONDERS SINNVOLLES. Ein Außenwasserhahn, mehrere Steckdosen für die Terrasse, ein Starkstromanschluß für das E-Auto am Carport und Stromkabel für Brunnen, Beleuchtung oder automatischem Rolltor sind erstmal nur die Basics.

Aber so legst Du den Grundstein, um Dich später so richtig auszutoben zu können.

#10 Autarke Wasserversorgung

Wasser ist im Garten übrigens auch ein beliebtes Extra. Ob nun als Gartenteich, Wasserspiel oder sogar Pool.

Da ist es nicht schlecht, wenn man nicht alles aus der Leitung nehmen muss.

Klar, wenn mich der Brunnen 1.500€ kostet, dann bekomme ich ungefähr 800m³ Leitungswasser für den Preis.

Das ist viel.

Aber glaube mir, wenn Du einmal mit Garten anfängst, dann folgt unweigerlich eine Bewässerung.

Und dann laufen in einem trockenen Sommer schnell mal 100m³ weg.

Das hätte ich vor 2 Jahren auch nicht geglaubt.

Ganz abgesehen davon: Es kann ja auch mal sein, dass aus der Leitung nichts mehr kommt.

Ich glaub ich will auch noch bissl mehr Wasser im Garten…

Wenn ich in 2 Monaten meinen Brunnen habe, fällt mir bestimmt was ein.

Bis dahin sammle ich erst mal Ideen.

#11 Dein Rückzugort

Wenn wir schonmal bei hoher Lebensqualität sind: Rückzugsorte gehören für mich definitiv dazu.

Bei meinem Vater war das der Keller. Bei mir ist das die Streuobstwiese mit meiner Holzstapelhütte.

Es sind die Orte, wo wir ganz für uns zu sein können.

Beim Neubau Deines Hauses kannst Du die Chance nutzen und Deinen eigenen Rückzugort schaffen. Übrigens sind auch alte Schuppen dafür gut geeignet.

Nicht nur für Männer!

Nun kennst Du die Extras, die ich mir „geleistet“ habe.

Und trotzdem hab ich es geschafft, beim Hausbau viel Geld zu sparen.

Wie das geht?

Ich nenne das Konzept EDELSPAREN.

Interesse?

Hier geht´s zu meinem eBook.

Bleib neugierig

Dein Mario

WER SCHREIBT HIER?
Sparen beim Hausbau - Der Macher: Mario Hermann
Hallo, mein Name ist Mario Hermann. Ich zeige Bauherren, wie man auch heute noch kostengünstig und solide bauen kann. Dabei hilft mir Kreativität und Pragmatismus. Hin und wieder auch das Studium der Landschaftsarchitektur (Dipl-Ing.) und Wirtschaft (Dipl.-Wirt. Ing.) an der TU Dresden. Planungsbüros kenne ich noch aus dem ersten Berufsleben. Nach 10 Jahren habe ich den Job als Unternehmensberater an den Nagel gehängt. Und 2017 meinen Hausbau zum Experiment gemacht.