Die Holzstapelhütte – einfach bauen …

Es gibt wenig, was mich so zufrieden macht, wie clevere Lösungen. Am Besten mit mehreren Funktionen. Und genial, wenn später einfach alles ohne großen Aufwand entsorgt werden kann. So wie meine Holzstapelhütte.

Mittlerweile habe ich schon 2 davon. Eine auf meiner Streuobstwiese und eine auf dem Baugrundstück. Die Kinderkrankheiten sind überwunden und jetzt erfüllen beide Ihren Zweck. Sie sind Holzstapel, Räuberhöhle für meine Kleinen und Bauhütte in Einem.

Du hast auch Holz auf dem Grundstück? Dann ist das hier vielleicht was für Dich.

Esche für die Holzstapelhütte
Die Esche.
Holzstapelhütte im Bau
Die Stapelweise.
Holzstapelhütte fertig
Die fertige Holzstapelhütte.

Willst Du auch eine Holzstapelhütte?

Die Hütte ist ohne Nägel nur mit gespaltenen Holz gebaut. Hier aus einer mittleren Wildkirsche und größeren Esche. Scheitlänge ist 66cm oder 1m, damit die Wände eine ausreichende Stabilität haben. Außerdem können die Scheite so später einfach halbiert oder gedrittelt werden. Dann hat man die magischen 32cm vom handelsüblichen Scheitmaß für Kaminholz.

Die Scheitlänge hat zudem den Vorteil, dass man auch astiges Holz noch verbauen kann. Und der Stapel bleibt trotzdem stabil.

#0 Bevor es los geht

Wie groß soll Deine Hütte werden?

Das richtet sich vor allem auch danach wieviel Holz Du hast.

Und wie groß Deine Planen zum Abdecken sind.

Ich nehme Planen mit einem Maß von 3×4 Meter.  Die Plane schlage ich auf jeder Seite 10cm nach unten. Damit hat der Holzstapel dann ein Außenmaß von 2,8×3,8 Meter. Bei einer Scheitlänge von 66cm entsteht so ein Innenraum von 1,5×2,5m. Das reicht mir. Denn dafür brauchst Du bei einer Höhe von 1,90cm schon ungefähr 12 rm (Raummeter) Holz.

Größere Planen sind manchmal sogar noch besser, dann kannst Du die Plane an der Eingangsseite nach oben schlagen und hast gleich noch eine Regenrinne.

#1 Der Unterbau

Als Unterbau bieten sich Europaletten an. So hat man ohne großen Aufwand etwas Abstand zum Boden. Alternativ kann man auch dünnere Äste quer zur Stapelrichtung als Unterlage verwenden.

#2 Die Stapelweise

Die Ecken sind am Wichtigsten. Diese baut man mit den besten Scheiten. Möglichst gerade sollten Sie sein. Rundhölzer haben hier nichts verloren. Die Stabilität erhält man durch den lagenweisen Wechsel der Stapelrichtung. Die Seiten zwischen den Ecken werden mit dem anderen verfügbaren Holz aufgefüllt. Am Besten Du schichtest alle Seiten gleichmäßig auf.

#3 Das Dach

Das Dach sollte mindestens ein Gefälle von 5% haben. Damit das Wasser gut ablaufen kann.

Dazu werden lange Holzstangen im Abstand von maximal 50cm längs und quer über den Holzstapel gelegt. So können auch größere Schneelasten keinen Schaden anrichten. Die obere Lage sollte in Gefällerichtung verlegt sein. Damit das Wasser besser abfließen kann. Sonst bilden sich schnell Wasserlachen, die immer größer werden. Mein erstes Dach hatte nach dem ersten Regen ca. 80l Wasser gesammelt.

Da war ich froh, dass ich mich für eine stärkere Plane entschieden hatte.

Als Abdeckung nutze ich eine Plane aus UV-beständigem Material mit einem Gewicht von 250g/m². Dünnere halten einfach nicht so lang. Trotzdem sollte man auch bei dicken Planen schauen, dass Sie nicht an scharfen Holzkanten scheuert.

Die Plane wird einfach an den obersten Hölzern verschraubt. Die Technik dazu hab ich aus dem Harz.

Dort wird gern ein Kronkorken als „Unterlegscheibe“ verwendet. Damit die scharfen Kanten nicht die Plane beschädigen wird noch ein Rest von einem alten Fahrradschlauch dazwischen geklemmt.

Klasse Idee, finde ich.

Holzstapelhuette Dachkonstruktion
Die Dachkonstruktion.
Holzstapelhuette Kronkorkenschraube
Die Kronkorkenschraube.
Holzstapelhütte Badewanne
Die unbeliebte Badewanne.

#4 Der Burggraben

Wasser sollte nicht durch Deine Hütte fließen. Bei unebenen Gelände kann das schonmal vorkommen. Damit uns das nicht passiert, habe ich noch einen kleinen Graben um den Holzstapel gezogen.

Je länger ich meine 2 Holzstapelhütten nutze, desto mehr gefallen finde ich daran.

Die einfache und robuste Konstruktion + multifunktionale Nutzung + wiederverwendete Materialien + einfache Entsorgung im Kamin macht einfach glücklich.

Viel Spaß beim Stapeln!

Dein Mario

Mehr clevere Lösungen zum kostengünstigen Bauen?

Februar 2017|0 Kommentare

Was meinst Du?